Die fröhliche Form — die zornige Form

Die Teilnehmer des Wahrnehmungsexperimentes waren bemerkenswert konsistent in ihren Antworten. Zwischen 30 bis 50 Prozent wählten jeweils die selben drei Bilder als ihre erste Wahl. Einige „Künstler“ schafften es also ihre persönlichen Gefühle von anderen verstehen zu lassen. Dies ist jedoch nicht allen gelungen, wie dies auch bei „richtigen“ Künstlern der Fall ist. Ein wichtiger Faktor, der die Kommunikationsfähigkeit des Bildes beeinflusst ist die Struktur der visuellen Formen.

THEMA STRUKTURELLE MERKMALE
Zorn Zackige Formen und Strukturen, wiederholende Linien, dicke

Linien

Freude Kurvige, kreisförmige Formen, wiederholende Kreise, runde
Struktur, dünne Linien
Ruhe Horizontale Linien, keine Wiederholungen, glatte Struktur, dünne
Linien
Nieder-
geschlagenheit
Durchgehende, ausfüllende, kurvige, niedergehende und dünne

Linien

Menschliche Energie Explodierendes Bild, dreieckige Formen, wiederholende Linien,
dicke Linien
Kurvige Linien, gekreuzte Formen, keine Wiederholung, glatte
Struktur, dünne Linien
Krankheit Eine Form überlagert eine andere, keine Wiederholung, glatte
Struktur
Tab. 3: Strukturelle Merkmale von Zeichnungen bestimmter Ausdrücke

Quelle: GOLDENER SCHNITT UND DIE KODIERTE SCHÖNHEIT VON FIGUREN, (Institut für Psychologie Universität Bern 2001, Seminararbeit von Christoph Studer und Beatrice Fitz) PDF

Erstmals publiziert im Kognotiz am 29. Juli 2005