Kein Messer mehr in Muttis Handtasche

Es ist jetzt weit mehr als 10 Jahre her, dass ich mit deutlicher Irritation ein großes Küchenmesser in der Handtasche einer Mutter bemerkte, als wir in London gemeinsam in das Musical Cats gingen. Auf meine Nachfrage erklärte sie mir, dass dieses Messer iherer Selbstverteidigung diene und sie nie ohne das Haus verlassen würde.

Würde ich in eine bedrohliche Situation geraten, bei der ich mich physisch verteidigen müsste, so wäre das fummeln nach einem Messer und mein unprofessioneller Umgang mit dem selben, eher eine Garantie dafür, dass ich die Klinge in meinen edlen Körperteilen wiederfände als dass ich damit erfolgreich einen Täter abwehren könnte. Ich vertraue hier auf Flucht und Zeter und Mordio und böse fauls in Bezug auf Knie in den tieferen Unterleib (Männer wissen schon welcher Bereich ich anzupeilen gedenke) und Augen pieken, sollten die ersten beiden Strategien nicht helfen.

Damals tröstete ich mich damit, dass die Wahrscheinlichkeit in London zwar ein wenig höher sein mag als bei mir zuhause auf dem Land aber ich mir dennoch solange keine konreten Sorgen machen wollte, solange nicht der böse schwarze Mann uns in Fleisch und Blut bedrohte. Wir trafen dann in der Kneipe im Anschluss einen netten Iren und plauderten … nothing to worry about.

Ich bin froh, dass mit dem Gesetz den Frauen dieses idiotische Ding zur Verteidigung verleidet wird. So manche Frau wird damit einen Angriff überleben, wenn auch mit einer angeknacksten Psyche, aber nicht mehr erstochen und mausetod.

Zum neuen Waffengesetz via LawBlog Links vom 23. Februar