Mein Stamm, von dem ich abfiel

Burg Schimeg wie sie sich mein Opa vorstellte

Diese Zeichnung einer Burg stammt von meinem Opa oder sogar Uropa aus der väterlichen Linie. Ich würde sagen, unser Talent liegt ungefähr auf selben Niveau. :-) Entdeckte ich gestern noch beim rauskruschteln des Maiskolben und der Hände. Meine Mutter erklärt zu dem Bild und dem Bleiglaswappen, das dazu in unserer Familie existiert, dass im Rahmen des Ariernachweises, mein Opa oder Uropa(?) darauf gestoßen war, dass der Baron von Schimeg aus Ungarn flüchten musste und sich fortan Schümann nannte, aber niemand sagen könne, was aus ihm geworden sei. Im übrigen so meine Mutter stünde im Kirchenregister des letzten nachweislich aus der väterlichen schümannschen Linie stammede Vorfahr bei seinem Namen Landmann. Landmann ist die Bezeichnung für freie Bauern, die wenn ich richtig begriffen habe, auf ungefähr gleicher Stufe standen wie die Bürger. Nachdem meine Großmutter ihren Gatten in Hamburg kennenlernte und von einem Bauernhof weit und breit keine Spur, war einer der Vorfahren ein nicht erbender zweiter oder dritter oder so Nachkomme und suchte sein Glück in der Stadt, vermute ich. Wie auch immer. Diese Bild ist ein kleiner Schatz in meiner Sammlung. Ich mag derlei Anekdoten, insbesondere, wenn diese noch so einen schnippischen Unterton haben, wie die Geschichte zu dem Bild, wenn sie meine Mutter erzählt. Meine Mutter geht mit ihren eigenen Ahnen nicht besser um. Auch diese bekommen ihr Fett weg.